Erfahrungsbericht der DB2 Utilities von CDB - Atlantis Software
Testergebnisse der CDB-Utilities bei DBV-WinterthurAutomationstool:
Das Automationstool war optimal geeignet, um zügig und mit geringem Aufwand das selbstentwickelte DB2U-System abzulösen. Es mussten keine Jobs generiert werden, die dann nur schwer im Job-Scheduling System einzubinden sind, wie bei anderen Herstellern. Über den Job-Scheduler können feste Jobs gesteuert werden, die zur Laufzeit mit Hilfe des DB2-Kataloges und einer REXX-Schnittstelle entscheiden was gemacht werden muss.Durch dynamische Allocierung von Dateien mit generischen Namen werden die Jobs überschaubar und GDGs werden überflüssig. Dabei bleiben die Jobs trotzdem für jeden leicht verständlich. Ein Job der heute hunderte von Steps und DD Statements enthält kann ersetzt werden durch einen Job, der eine Bildschirmseite nicht überschreitet.
Durch die Benutzung von Pattern wird ermöglicht, daß auch neu angelegte Datenbanken automatisch gesichert werden, ohne Änderung oder Neugenerierung von Jobs. Auf Grund der Wichtigkeit des Automationstools wurden alle oben genannten Funktionen intensiv, zur Zufriedenheit, getestet. Ein weiterer Vorteil ist, daß das Automationstool zur Laufzeit an Hand der vorhandenen Lizenzen entscheidet, ob ein CDB-Utility oder bei fehlender oder abgelaufener Lizenz das IBM-Utility benutzt wird. Also volle Kompatibilität zu IBM-Utilities, ohne Änderung der Jobs.
Reorg-Utility:
Viele DB2-Reorgs werden heute am Wochenende manuel überwacht (oder aus Zeitmangel gar nicht durchgegührt). Eine Automation von DB2-Reorgs mit dem selbstgeschriebenen DB2U-System wurde bis heute nicht verwirklicht. Im Rahmen u nseres Projekts SP9906 soll ein automatisiertes Reorg, Runstat, Rebind Verfahren verwirklicht werden. Dies ist mit dem CDB-Automationstool möglich. Der CDB-Reorg ist gegenüber dem IBM-Reorg nicht nur bis zu fünf mal schneller, sondern auch robuster bei Jobabbrüchen. d.h. selbst nach einem Jobabbruch wegen "cancel", Plattenplatzmangel oder zu kleinem Sort-Bereich bleibt die Datenbank ohne Recovery voll funktionsfähig. Dies ist ein entscheidender Punkt und ein grosser Vorteil gegeenüber anderen Automations-Verfahren.Unload:
Die IBM bietet bis DB2 V5 kein Unload-Utility an. Als Ersatz wird heute ein Sample Programm (DSNTIAUL) benutzt, das mittels SQL die Datenbank ausliest. Dies ist natürlich sehr langsam. Das CDB-Utility ist hier bis zu 25 mal schneller. Bei großen Datenbanken gibt es heute schon Probleme, alle Daten in einer Nacht zu entladen, was unbedingt nötig ist, um konsistente Bestände zu erhalten. Grosse DB2-Datenbanken werden auf Grund der langen Laufzeiten nur einmal im Monat entladen. Mit dem CDB-Utility könnte die Entladung jede Woche innert Kürze stattfinden(Physical Unload analog IMS).Copy-Utility:
Mit dem CDB-Copy-Utility können die Laufzeiten der Sicherungsjobs wesentlich verkürzt werden. Grosse DB2-Datenbanken könnten dann auch täglich wieder gesichert werden. Der Zeitbedarf für Projekteinführungen, die auf Grund von Umstellungen Sondersicherungen benötigen verkürzen sich. Der Geschwindigkeitsvorteil gegebüber IBM ist beim CDB-Copy-Utility mit ca. 1,5 bis 2,5 nicht ganz so deutlich wie bei den anderen CDB-Utilities.Load-Utility:
Das Load Utility war bei den Tests bis zu vier mal schneller als das IBM-Utility. Die Laufzeiten der Lade-Jobs könnte deutlich verkürzt werden. Auch die Rechnerbelastung der vielen Testjobs, die oft untertags (teilweise mit Produktionsmengen) laufen könnte deutlich reduziert werden(Keine Nutzung von DFSORT im Speicher).Repart-Utility:
Das Repart-Utility bietet die Möglichkeit die Daten von großen Datenbanken gleichmäßig auf alle Partitionen zu Verteilen und dabei auch die Anzahl der Partitionen zu verändern. Bei grossen verteilten DB2-Datenbanken kann viel Arbeit mit dem Repart-Utility gespart werden zur Reorganisation von Partitionen. Andere Datenbanken nutzen z.B. eine Partition pro Kalendejahr. Die Partitionen sind dann alle unterschiedlich groß.Auf Grund des Desings kann das Repart Utility in diesem Fall nicht benutzt werden. Aus heutiger Sicht ist das CDB-Repart-Utility hauptsächlich für gezielte Aktionen mit grossen partitionierten DB2-Datenbanken nützlich. Es können durchaus viele Manntage Kleinarbeit in der Vorbereitung zur Reorganisation von DB2-Partitionen eingespart werden.
Als eindeutiger Nachteil von CDB-Repart kann aus heutiger Sicht festgestellt werden das die Partitionen nicht auf den Wert 0 gesetzt werden können.